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07.02.17

Die RWG App bietet neben vielen weiteren Funktionen auch die Möglichkeit, schnell und einfach lose Futtermittel direkt auf den Hof zu bestellen. Wie genau die App funktioniert, können Sie in dem Video verfolgen.
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Top-News

Nicht zustimmungsfähig ist für die grünen Länderagrarminister die Verordnung über betriebliche Stoffstrombilanzen, die der Bundestag aller Voraussicht nach morgen Abend beschließen wird. In einem Schreiben an Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt kritisieren die sechs grünen Ressortchefs, dass die Verordnung in der vorliegenden Form Futterbaubetrieben sehr hohe Abzüge bei Verlusten für Wirtschaftsdünger zubillige und damit in keiner Weise zur Reduzierung der Nährstoffverluste beitragen werde. Zugleich drohe die Regelung sowohl die Landwirtschaft als auch die Vollzugsbehörden mit einem inakzeptablen Vollzugsaufwand zu überziehen.

 

Die Grünen-Politiker beklagen in dem Schreiben, dass die Länder an den abschließenden Verhandlungen der Regierungsfraktionen im Bundestag sowie der Bundesministerien für Landwirtschaft und Umwelt nicht mehr beteiligt worden seien.
Mit der dabei erzielten Einigung werde jedoch ein zuvor zwischen Bund und Ländern erzielter Kompromiss wieder aufgehoben.

 

Im Einzelnen wird unter anderem moniert, dass der Geltungsbereich der Stoffstrombilanzverordnung bislang nicht der im Düngegesetz für den Flächenumfang und den Viehbesatz der Betriebe festgeschriebenen Bagatellgrenze entspreche. Vorgesehene Zuschläge für Lagerverluste von Gärsubstraten und Grobfutter in Höhe von 5 % und 10 % halten die grünen Minister und Senatoren für „fachlich und politisch nicht verantwortbar“. Ihrer Auffassung nach würde diese „völlig unbegründeten Zuschläge“ einer Prüfung durch die EU‑ Kommission nicht standhalten. Kritisiert wird ferner, dass die Bilanzierung für Phosphat unberücksichtigt bleibe und die Bagatellgrenze für Wirtschaftsdünger aufnehmende Betriebe zu hoch angesetzt werde. AgE

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Einen Sechs-Punkte-Plan für eine zukunftsfähige Landwirtschaft hat die Vorsitzende der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Katrin Göring-Eckart, vorgestellt. Gefordert werden eine verbindliche Haltungskennzeichnung auch für Fleisch, eine Umschichtung von 15 % der Direktzahlungen in die Zweite Säule für eine bessere Förderung des Tier-, Natur- und Klimaschutzes der Landwirtschaft, gesetzliche Verschärfungen in der Tierhaltung mit dem Ziel, den Tieren „mehr Platz, Auslauf„ Licht und Beschäftigung“ zu geben, sowie wirkungsvolle Maßnahmen gegen Nährstoffeinträge in Grundwasser und Oberflächengewässer.

 

Stärker unterstützen wollen die Grünen den Ökolandbau. Für diesen Bereich sollen in den nächsten sieben Jahren 1 Mrd Euro zusätzlich aus Bundesmitten zur Verfügung gestellt werden. Ein Anteil von 20 % der Agrarforschungsgelder soll explizit an Themen des Ökolandbaus geknüpft werden.

 

Handlungsbedarf sehen die Grünen beim Gesetzesvollzug. Dazu dienen sollen eine bessere Ausstattung von Kontrollbehörden und wirkungsvollere Sanktionen. Große Risikobetriebe im Schlachtbereich sollen von einer Länder-Task-Force kontrolliert werden. Zudem will man Schwerpunktstaatsanwaltschaften bilden.

 

Göring-Eckart bezeichnete die Landwirtschaft und den Verbraucherschutz als zentrale Themen ihrer Partei im Bundestagswahlkampf. Sie verwies auf ein großes Interesse an den aufgeworfenen Fragestellungen. Den Eindruck, dass die Themen bislang mit Wahlkampf nicht verfangen, teil die Grünen-Politikerin nicht.

 

Niedersachsens Agrarminister Christian Meyer bekräftigte sein Dialogangebot an die Landwirte für einen gemeinsamen Richtungswechsel in der Agrarpolitik. Benötigt werde ein Umbau, und zwar sowohl national als auch international. Mit einer konsequenten Ausrichtung auf Qualität müsse die Landwirtschaft raus aus der Spirale des „immer billiger“.

 

Der Deutsche Bauernverband (DBV) warf den Grünen "viel markige Rhetorik" bei wenig Inhalt und wenig Neuem vor. Die wichtigste Frage lasse die Partei unbeantwortet: "Wer und was ist mit 'industrieller Massentierhaltung' eigentlich gemeint?" Bevor man den Ausstieg plane, sollte laut DBV Klarheit herrschen, "wer ausgestiegen werden soll. Kampfbegriffe seien für die Gesetzgebung definitiv ungeeignet. AgE

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